Der Präsident des Verkehrsgerichtstages findet, wer ohne Helm Fahrrad fährt, dürfe nicht damit rechnen, dass er das volle Schmerzensgeld erhält. Dazu verwies er auf ein Urteil in Österreich.
Wenn das nicht der erste Schritt auf dem Weg zur Helmpflicht ist…
Ja, sie führt zu weniger Kopfverletzungen bei Radfahrern.
Und zu mehr Schwerverletzten, Schwerkranken und Toten insgesamt.
Ist halt die Frage, was das Ziel ist.
Dazu kommt noch, dass es kein Argument pro Helmpflicht gibt, das nicht auch für Fußgänger oder Autofahrer gelten würde.
Eine Helmpflicht für Autofahrer würde sogar insgesamt mehr Leben retten, und nicht die Attraktivität einer umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsweise verringern.
Helmpflicht sorgt für weniger Radfahrer. (Man kann jetzt sagen, ach was die sollen sich nicht so haben. Ändert aber nichts an der Realität.)
Weniger Radfahrer führen dazu, dass Autofahrer weniger gewohnt sind, auf Radfahrer im Verkehr zu achten.
Dass Kommunen Radwege nicht räumen und streuen.
Dass weniger sichere Fahrradinfrastruktur gebaut wird.
Und das führt zu mehr Unfällen mit mehr Schwerverletzten, wobei der Effekt deutlich stärker ist als der positive Effekt der Helmpflicht.
Weniger Radfahrer führen außerdem zu mehr Herzerkrankungen, Schlaganfällen, etc. weil Radfahren trotz aller Gefahren (auch ohne Helm) insgesamt eine massive positive Auswirkung auf die Gesundheit hat.
Das alles ist im Lauf der Einführung einer Helmpflicht in Australien wissenschaftlich untersucht worden.
Es gibt Studien, wonach Autofahrende Menschen auf Fahrrädern enger überholen und weniger Rücksicht nehmen, wenn diese einen Helm tragen.
Ich selbst trage Helm und meine Kinder auch, weil ich meinen Kopf mag. Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen. Mir wäre auch eine Infrastruktur am liebsten, bei der ich soweit von Autos getrennt bin, dass ein Helm quasi nicht nötig ist.
@10MeterFeldweg@einkorn Ich fahre jetzt seit etwa 20 Jahren fast alle Wege mit dem Rad. Ja, fahrende Autos sind ein Problem. Stehende Autos sind das aber deutlich häufiger. Und die Anzahl der Stürze wegen “ich musste in den Matsch ausweichen”, “ich musste über den Bordstein fahren (ich weiche auf den Fußweg, nicht auf die Autofahrbahn aus)” und ähnliches ist mein Standardnutzungsfall für den Helm. Nicht, weil ein fahrendes Auto mich umreißt. Davor kommen auch noch verbreckte Radwege, die mich in Kurven wegrutschen lassen.
Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen.
Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.
Deine Argumentation entspricht echt deinem Benutzernamen bzw. nennt sich Whataboutism. Wir reden hier über Verletzungen beim Fahrradfahren, nicht darüber wie wir am effektivsten die Krankenkassen entlasten.
Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.
Dein sog. Argument ist “Um eine Entlastung der Krankenkassen zu erreichen, ist eine Alkoholverbot […] besser geeignet als eine Helmpflicht”. Ich habe nie behauptet, dass eine Helmpflicht besser dafür geeignet ist.
Das, was du machst, ist 1:1 das Beispiel auf Wikipedia:
Ich: Eine Helmpflicht entlastet die Krankassen.
Du: Wir sollten erst eine Alkoholverbot […] einführen, das bringt viel mehr.
Du lieferst kein Argument gegen meine Aussage, sondern argumentierst gegen etwas, das ich so nie gesagt habe.
Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.
Ähm, lies Dir bitte noch mal Deine Beiträge in diesem Thread durch, mit dem Krankenkassenargument bist Du angefangen. Und Tempo 30 verringert die Verletzungen beim Radfahren und entlastet nebenbei die Krankenkassen.
Richtig, das widerlegt allerdings nicht meine Aussage, dass eine Helmpflicht das ebenfalls tut. Ich habe nicht gesagt, dass es die größte Verringerung bringt, da gebe ich euch nämlich vollkommen recht.
Aber das ist eben der Kern eines Whataboutism: Es wird ein Gegenargument ins Feld geführt, dass mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hat.
Ich fordere, dass Du eine Gasmaske trägst, damit Du durch die schlechte Luft kein Lungenkrebs kriegst. Wir zahlen schließlich in eine soziale Krankenkasse ein.
Netter Versuch, aber du verdrehst hier gerade Täter und Opfer. Lustigerweise wird mir das ja die ganze Zeit vorgeworfen, das ich von den Autofahrern als tatsächliche Gefahr für Fahrradfahrer ablenke.
Genau das ist doch der Punkt. Die Radfahrenden sind doch auch in aller Regel die Opfer. Der Vergleich ist schon sehr passend:
Es gibt eine schlechte Grundsituation: A: Schlechter Umweltschutz/Lufreinhaltung. B: Schlechte Verkehrsinfrastruktur/Verkehrsregeleinhaltung. Diese führen zu einer schlechten Gesundheitssituation von Dritten: A: Gesundheitliche Probleme durch schlechte Luft für Leute, die nicht die Fabriken betreiben. B: Unfälle mit entsprechenden Gesundheitsfolgen für Radfahrende, die nicht das Auto steuern und nicht die Verkehrsinfrastruktur verantworten.
Und nun sollen diese Opfer sich selbst schützen “für die soziale Krankenkasse”: A: Mit Gasmaske, B: Mit Helm.
Wo hinkt der Vergleich? BEIDE Forderungen gehen an die Opfer.
Dann fordere ich aber, dass untersucht wird, ob diese Mittel tatsächlich zu insgesamt weniger Kosten für die Krankenkasse führen, statt irgendeine Maßnahme zu erzwingen, die sich nach Gefühl richtig anhört.
Und schon fällt die Helmpflicht raus.
Im ersten Fall reduzieren wir bereits die Attraktivität des Angebots durch hohe Steuern.
Im zweiten Fall würde ich persönlich das gerne ähnlich machen, aber ich glaube ich muss dir nicht erklären, warum das in Deutschland besonders schwierig wird, oder?
Die Extremsportler stellen im Gesamtbild höchstwahrscheinloch einen Rundungsfehler da. Das ist so wie bei den sog. Totalverweigeren im Bürgergeld: Es kostet mehr denen auf die Finger zu klopfen, als sie einfach zu ignorieren.
Naja, als eingefleischtem Radfahrer kann es mir ehrlicherweise egal sein, ob es eine Helmpflicht gibt: die Unsicherheit kommt ja durch die flächendeckend mangelnde Durchsetzung von Verkehrsregeln.
Niemand kontrolliert ernsthaft Überholabstände, Handynutzung, Falschparken, Rotverstöße, Geschwindigkeitsüberschreitungen et al. Da hätte ich keine Angst, dass irgendwer was dagegen tut, wenn ich keinen Helm aufhätte 😂
Naja, als eingefleischtem Radfahrer kann es mir ehrlicherweise egal sein, ob es eine Helmpflicht gibt: die Unsicherheit kommt ja durch die flächendeckend mangelnde Durchsetzung von Verkehrsregeln.
Genau. Helmpflicht kann man ruhig machen, aber es würde für mich nicht viel ändern. Gerade im Stadtverkehr ist die größte Gefahr z.B. von einem Rechtsabbieger vom Rad geworfen und unter den SUV-Rädern zermahlen und ggf. noch ein paar hundert Meter mitgeschleift zu werden ohne dass der irgendwas merkt. Da hilft ein Helm nur bedingt.
Wobei ich mich frage wie du das durchsetzen willst. Flächendeckende KI-Kameraüberwachung hätte ich jetzt auch nicht gerne. Stattdessen wäre es mir lieber wenn man einfach in der Verkehrsplanung von den Niederländern lernt. Die wissen wie man den Autoverkehr so beschränkt und dirigiert, dass er möglichst wenig Fußgänger und Fahrradfahrer gefährden kann. Und halt Tempo 30 Innerorts.
Muss ja gar nicht so dystopisch sein mit grenzenloser Überwachung. Würde ja schon reichen da mal 5 Hanseln einfach für abzustellen, die mal an den einschlägigen Kreuzungen in zivil abhängen.
Oder in der Parkraumüberwachung. Da könnte man vmtl. 500 Stellen in jeder Großstadt zusätzlich schaffen, die sich selbst finanzieren und noch Gewinn abwerfen. Nächstes Jahr könnte man das kommunale Freibad mit Champagner füllen. Bei uns ist bspw. Anwohnerparken, tlw. holen sich die Leute aber keinen Ausweis, weil der teurer ist als die 4 Strafzettel im Jahr. Hier könnte man einmal am Tag durchlaufen und hätte Cash ohne Ende.
Überholabstände sind das Beste: die Polizei hat nicht einmal zugelassene Geräte, um das überhaupt rechtssicher zu kontrollieren. Frage ich mich, wer Gesetze (bzw. Verordnungen) schreibt, deren Einhaltung gar nicht erst überprüft werden kann. Und warum der Herr Gesetzgeber oder die Polizei selbst nicht ein Gerät entwickeln lässt. Es mangelt wohl am Willlen, machste nix ¯\_(ツ)_/¯.
Mit dem ganzen Geld, das es da zu holen gäbe, könnte man dann auch geilere Infrastruktur bauen, bin ich bei dir. Aber erst nach dem Champagner im Freibad!
Oder in der Parkraumüberwachung. Da könnte man vmtl. 500 Stellen in jeder Großstadt zusätzlich schaffen, die sich selbst finanzieren und noch Gewinn abwerfen.
Ja, beim Falschparken stimme ich dir vollkommen zu. Die haben beim mir im Stadtteil einfach irgendwann komplett aufgegeben. Wir haben jetzt bis hin zu Lieferwagen die einfach über die Nacht mitten auf der Kreuzung parken einfach alles an gesetzeswidrigem Parkverhalten was man sich vorstellen kann.
Ob man da jetzt (technisch) ein Gerät für die Abstandsmessung entwickeln könnte, oder ob man sich dann (juristisch) darauf verlassen sollte möchte ich aber bezweifeln. Da wäre es mir lieber wenn man sich einfach nicht darauf verlassen müsste, dass Autofahrer Überholabstände einhalten, weil für die Autofahrer da noch ein Bordstein dazwischen ist.
Sie sind aber nicht der einzige Radlfahrer, wenn mich nicht alles täuscht.
Ordnungsbehörden könnten mit entsprechenden Weisungen sehr schnell fokussieren. Bußgelder könnten mit entsprechender Ernsthaftigkeit sehr schnell angepasst werden. Bundesweit.
@einkorn@Ascendor Ca. 400 Fußgänger werden jährlich in Deutschland im Verkehr getötet, gegenüber 250 Radfahrern (edit: ohne Pedelec). Also nur noch mit Helm vor die Tür oder Bußgeld?
Die Anzahl der Fußgänger übersteigt massiv die der Fahrradfahrer. Ich denke, ich lehne mich daher nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Fahrradfahren statistisch gesehen gefährlicher ist und daher mehr Schutzvorkehrungen braucht.
@einkorn Die Anzahl ist hier nicht maßgeblich, denn fast jeder ist irgendwann Fußgänger, das sind also trivialerweise mehr Teilnehmer. Mit dem Fahrrad werden aber fast genauso viele Personenkilometer zurückgelegt wie zu Fuß (38.6 vs. 41.6 Mrd in 2023) d.h. das Risiko pro Kilometer ist auf dem Fahrrad immer noch geringer.
@einkorn
Welchen Anteil an lethalen Radunfällen haben Schädelverletzungen?
Welchen Anteil davon kann rin Helm verhindern?
Ich fahre immer mit Helm.
Aber eine Pflicht wird das Radfahren nur unwesentlich sicherer machen. PSA ist der LETZTE Schritt in der Risikoreduktion. räumliche Trennung und Verhaltensmaßregeln zur Unfallvermeidung sind wichtiger.
Nur sobald wir uns hier über Helme streiten können, diskutiert das keiner mehr. @Ascendor
@einkorn
Willst du wirklich schnell verletzte und tote Radfahrer vermeiden? dann verbiete Autos.
Schaut man die Statistiken genau an, sind Autofahrer bei den meisten lethalrn und schweren Unfällen von Radfahrenden direkte Verursacher. Vorrangverstoß beim abbiegen steht als Ursache an der ersten Stelle. @Ascendor
Ich finde es immer wieder schön, dass komplett mein Argument ignoriert wird:
Die Helmpflicht ist das schnellste und einfachste Mittel schwere Schädelverletzungen zu verhindern.
Du willst Autos verbieten? Gerne, bin ich dabei, nur brauchen wir vorher einen top funktionieren ÖPNV, sonst geht das nicht. Bisher hat hier niemand einen Vorschlag gebracht, der schneller oder einfacher umzusetzen ist.
@einkorn
ich hab jetzt so schnell nicht alle Studien im original gelesen, aber beim Artikel der Verkehrswacht fallen mir direkt manipulative Umgänge mit den Studien auf. Beispielsweise wird die Rate von Unfällen mit Helm nicht mit der Rate helmtragender Fahrer (besser noch: Personenkilometer) in Kontext gesetzt, was in einigen zitierten Zahlen die Signifikanz komplett zunichte macht.
Auffällig am Artikel ist auch, dass erst ‘Helmgegnern’ faktenferne unterstellt wird, (1/2)
@einkorn
und danach ganz kurz behauptet wird, alle seien sich einig, dass Ursachenbekämpfung an erster Stelle stünde und Helme nur für das Restrisiko relevant seien.
Welchen Stellenwert hat bei der Verkehrswacht, bei der Bundesregierung und in der Debatte hier die Unfallverrmeidung, Ursachen-Bekämpfung und Schutz schwächerer?
@einkorn
Wenn dir in ner Firma jemand vorschlagen würde, nur einen Helm als Schutzmaßnahme beim arbeiten zwischen Tonnenschweren Maschinen zu nutzen, würde die BG das Sicherheitskonzept in der Luft zerfetzten. Da kämen Vorschläge, wie getrennte Flächen, Sicherungsposten, Einweiser uvm. Im öffentlichen Raum Straße belassen wir es beim billigsten Vorschlag?
@einkorn
Ein Vorschlag, der sofort umzusetzen wäre:
- #keinoeffentlichesInteresse und #renehatverständnis unterbinden -> Ordnungswidrigen und Straftaten im Straßenverkehr bei Anzeige und vorliegenden Beweisen sanktionieren statt Strafvereitelung im Amt a la ‘is ja nichts passiert’ und dann wundern, wenn es beim 10 ten mal doch nen Toten gibt.
- Tempolimits leichter anordnen und regelmäßiger sanktionieren.
- Streifendienst (auch in Zivil) im gleichen Modal split wie dir gesamt-mobilität.
@byggvir@einkorn lies bitte den ganzen Thread, bevor du dazwischen haust. Ich habe mehrfach klargestellt, DASS ich mit Helm fahre und das im Rahmen der Aufsichtspflicht auch einfordere.
Aber dass ich aus verschiedenen Gründen den Vorschlag einer Helmpflicht skeptisch sehe.
Und den Stellenwert, den diese Debatte im Gesamtdiskurs der Verkehrssicherheit bekommt, noch kritischer.
Ordnungswidrigen und Straftaten im Straßenverkehr bei Anzeige und vorliegenden Beweisen sanktionieren statt Strafvereitelung im Amt a la ‘is ja nichts passiert’ und dann wundern, wenn es beim 10 ten mal doch nen Toten gibt.
Aussage gegen Aussage. Solange du nicht die Unschuldsvermutung abschaffen willst, wird das schwierig.
Tempolimits leichter anordnen und regelmäßiger sanktionieren.
Jep, fände ich an vielen stellen sehr sinnvoll. Aber wie du schon sagst: Das braucht Vorlaufzeit.
Streifendienst (auch in Zivil) im gleichen Modal split wie dir gesamt-mobilität.
Gerne, nur müssen wir dann unsere Deppen in der Regierung erstmal davon überzeugen, dass Polizisten besser so eingesetzt werden, statt rechtswidrig Leute an Grenzen abzuweisen.
@einkorn
Zu 1.: Ich habe vorliegende Beweislage durch Zeugen oder Videos angenommen. Wird oft trotzdem eingestellt.
-> 'Aussage gegen Aussage ’ stellt derailing dar.
2.: Warum brauchen mehr Tempolimits mehr Vorlaufzeit als ne Helmpflicht?
3.: Und wo sollen dann die Polizisten herkommen, die ne Helmpflicht kontrollieren?
und: Ich habe noch nicht MEHR Streifen gefordert. Nur, die vorhandenen (auch OA wegen Falschparkern) anteilig auf Fahrrad und Fuß zu setzen.
Ich habe vorliegende Beweislage durch Zeugen oder Videos angenommen. Wird oft trotzdem eingestellt. 'Aussage gegen Aussage ’ stellt derailing dar.
Das ist dann tatsächlich Strafvereitelung im Amt und gehört auf beiden Ebenen geahndet. Ich gehe aber stark davon aus, dass in der überwiegenden Zahl von solchen Fällen die Person auf dem Rad eben kein Video oder Zeugen haben und entsprechend die traurige Wahrheit ist, dass die Leute ungeschoren davonkommen.
Und wo sollen dann die Polizisten herkommen, die ne Helmpflicht kontrollieren? und: Ich habe noch nicht MEHR Streifen gefordert. Nur, die vorhandenen (auch OA wegen Falschparkern) anteilig auf Fahrrad und Fuß zu setzen.
Also bei der Polizei würde ich tatsächlich die nehmen, die aktuell an der Grenze stehen. Wobei ich nicht ganz verstehe, was dein Punkt ist, wenn du nicht mehr kontrollieren möchtest. Die Ordnungsämter faulenzen ja aktuell auch nicht und verteilen Knöllchen egal, ob sie einen Vorfall zu Fuß oder auf dem Fahrrad mitbekommen.
@einkorn
Du bist zu optimistisch hinsichtlich der Ordnungshüter. Windschutzscheibenperspektive bei der Polizei führt gern zu Einstellung von Verfahren, wenn kein Blut floss. @GegenAutogewalt sammelt solche Beispiele. Das Konditioniert natürlich Autofahrer hinsichtlich Regeltreue, wenn man damit durch kommt.
Analog beim Ordnungsamt: Radwegparken wird in verschiedenen Städten gar nicht sanktioniert, weil nicht als Störung wahrgenommen.
@einkorn@jakob_thoboell Nee. Das schnellste wirksame Mittel ist, dass alle Verkehrsteilnehmende Rücksicht nehmen - und das ist leider mehrheitlich sehr einseitig der Fall.
und das ist leider mehrheitlich sehr einseitig der Fall.
Ja, genau deswegen ist es ja eben nicht das schnellste Mittel, weil sich eine große Anzahl eben nicht an Verkehrsregeln in Bezug auf Radfahrer halten. Das wird eine Lebensaufgabe für dich und mich, jede Person die das macht zur Rechenschaft zu ziehen. Und bis wir das geschafft haben, habe ich schneller zum Helm gegriffen, um mich zu schützen.
Tempo 30 innerorts kann über Nacht eingeführt werden, kostet überhaupt nichts und verringert sofort die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr. Deutlich effektiver und sinnvoller als eine Helmpflicht.
Tempo 30 innerorts kann über Nacht eingeführt werden
Ah ja, weil wir in einem Land leben, wo die Bürokratie so schnell arbeitet, niemand Widerspruch einlegt, es keine bescheuerten rechtlichen Vorgaben gibt, die einen “frei fließenden” Autoverkehr vorschreiben … ?
räumliche Trennung und Verhaltensmaßregeln zur Unfallvermeidung sind wichtiger.
Die Umsetzung räumlicher Trennung dauert lange und ist nicht immer einfach machbar. Gerade wurde bei mir ein Straßenabschnitt zwischen Stadt und Dorf mit breitem Fahrradstreifen ausgebaut, der bisher direkt an der Straße verlief. Soweit so gut. Aber es gibt im Dorf nach wie vor keinen Fahrradstreifen, der sicher zu diesem verbesserten Fahrradstreifen führt.
Verhaltensregeln werden schon ständig hoch- und runtergebetet, können aber leider im Alltag schwer geahndet werden. Ich bin bei einer Fahrt über die Landstraße, bei der ich testen wollte, ob ich mit dem Rad zur Arbeit fahren kann, viermal abgedrängt worden. Ergebnis: Ich fahre nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Ich bleibe dabei: Die schnellste und einfachste Methode, schwere Verletzungen zu reduzieren, ist die Helmpflicht.
@einkorn
Das ist gelinde gesagt quatsch. Und das sage ich als Radfahrer, der immer mit Helm fährt.
Ein kurzer Einblick in das Thema #keinoeffentlichesInteresse , sowie in die Unfallberichterstattung zeigt, dass nicht kontrollieren können, sondern ahnden wollen das Problem ist.
Bei einem Alleinunfall ist ein Helm ein guter Schutz.
Aber kannst du mir mal elaborieren, wie er das Risiko beim überrollt werden von nem LKW reduziert? Oder bei der Kollision mit nem SUV (Aufprall meist Hüftgegend)
@einkorn
Deine Antwort ist genau ein Beispiel, warum so viele Menschen gegen Helmpflicht Sturm laufen: Statt Ursachenbekämpfung verlagert man das Problem und markiert die Radfahrenden als Problem.
Und schafft eine neue Hürde, die Leute vom spontanen Fahren (Bikesharing…) abhält,
eine neue Schikanemöglichkeit und Verantwortungsverschiebung.
Wenn wir nach nem Unfall darüber reden, ob der Helm noch TüV hatte, reden wir nicht über Unfallverursacher. Ist das dein Ziel?
Also ich weiß ja nicht, ob du nach einem Aufprall, egal ob durch SUV oder LWK, stehen bleibst, aber die meisten Menschen fallen danach unkontrolliert auf den Boden. Und bei einem Sturz ist es am wichtigsten den Teil des Körpers zu sichern, ohne den es nicht geht und der sich schlecht reparieren lässt.
Du manipulierst und verschiebst den Fokus.
Bei einer Thoraxverletzung oder ner Beckenfraktur (Erstaufprall Motorhaube) ist nicht mehr viel zu retten.
Hast du ne Statistik zur Hand, die den Stellenwert isolierter oder primär verantwortlicher Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen darstellt?
Und welcher Anteil davon hinsichtlich der kinetischen Energie durch einen Helm adäquat abgefangen wurde?
@einkorn
nein. Du pickst dir aus dem Gesamtbild die Schadelverletzung heraus, weil die die einzige ist, bei der PSA ein Thema ist. Und ich zeige auf, dass Helme zwar sinnvoll sind, der Fokus auf Helme aber massiv den Blick verengt und vom Problem eines Vollzugsdefizits, mangelnder Infrastruktur und gesellschaftlich maximal etablierter Regelverstöße ablenkt.
Ich sage nicht, Helme sind sinnlos, ich sage: Die Debatte lenkt ab, um Autofahrer nicht ins Visier nehmen zu müssen.
Du pickst dir aus dem Gesamtbild die Schadelverletzung heraus, weil die die einzige ist, bei der PSA ein Thema ist.
Ne, ich “picke” mir das Thema raus, weil der eingereichte Beitrag sich mit der Frage der Haftung bei fehlender Schutzausrüstung beschäftigt.
Würdest du einen Autofahrer verteidigen, der, nachdem er einen unverschuldeten Unfall hat, weniger Schmerzensgeld bekommt, weil er nicht angegurtet war? Ich nehme stark an nein, denn der Gurt ist ein schnelles und einfaches Mittel eine Reihe von Verletzungen (aber nicht alle) zu verhindern.
Genauso wenig wie der Gurt, den ich getragen habe, als mich mal ein LKW auf der Autobahn abgedrängt hat. Sollten wir deswegen Gurte wieder aus Autos entfernen, weil sie in genau dieser einen Situation nicht gebraucht werden?
Der Sicherheitsgurt im Kfz ist etwas ganz anderes als ein Fahrradhelm. Der Gurt ist fest verbaut, den Helm muss man immer mitnehmen. Die beiden System kann man also nicht vergleichen.
Ich kann mir ein X-beliebiges Auto ausleihen und dort wird ein Sicherheitsgurt sein (lassen wir mal Oldtimer und ähnliches außen vor). Beim Helm ist es was anderes. Klar könnte man auch bei Leihräder einen Helm mit verleihen, das wird dann aber auch ein hygienisches Problem.
Da ich weiß, dass Fahrräder keinen eingebauten Helm haben, habe ich, als mir das einer Freundin leihen musste, meinen eigenen Helm mitgebracht. Umgekehrt hat ein Freund, dem ich meines geliehen habe, auch seinen eigenen genommen.
Grundsätzlich sind Helme natürlich nicht groß schlimm, aber es gibt definitiv Usecases, wo eine Helmpflicht die Radnutzung massiv stören würde. In diversen Städten gibt es etwa diese Bikesharing-Systeme. Da haben die Nutzer halt nicht ihren privaten Helm dabei und es gibt auch keine wirklich gute Idee, um da Helme mitzuverleihen. Die Idee, dass man sich dann einen schlobbrigen, von fremden Menschen angeschwitzten oder verlausten Helm auf den Kopf setzen muss, ist einfach abschreckend.
Menschen fahren Fahrrad, wenn einfach, schnell und schön ist, wenn es Spaß macht.
Wenn es die Frisur ruiniert, oder rumnervt, weil man erst ne Panzerung anziehen muss, dann verliert es dir Attraktivität. Oder wenn Menschen durch die Helmpflicht den Eindruck bekämen, Fahrradfahren wäre gefährlich.
Zwei Denkanstöße: 1. In den Niederlanden wird kaum Helm getragen - trotzdem ist die Quote tödlicher oder schwerer Verletzungen gering. Warum?
2.: Würdest Du eher für eine Gasmaskenpflicht in der Öffentlichkeit oder für gute Luft kämpfen?
Wir haben nicht die Radinfrastruktur der Niederlande. Dementsprechend ist es um ein Vielfaches gefährlicher bei uns Fahrrad zu fahren. Warum sollten wir uns also vor Gefahr nicht besser schützen, bis sie beseitigt ist?
Die Gasmaske brauche ich nur, wenn mir jemand Abgase ins Gesicht bläst. Den Helm kann ich auch gut gebrauchen, wenn ich selbst Fehler mache. Oder ziehst du dir den Gurt im Auto auch erst an, wenn du siehst, dass jemand in dich hineinfährt?
Fordern sollte man also, dass es besser wird. Nicht, dass sich Leute damit abfinden und panzern sollen. Meine Meinung.
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Liest du hier irgendwo, dass ich fordere, dass wir Helme aufziehen und gut ist? Nein, du liest, dass es die schnellste und einfachste Methode ist. Es kotzt mich gerade echt an, dass hier gefühlt alle im Verlauf dieser Diskussion mir implizite Unterstellungen machen.
@einkorn Ich trage selbst immer Helm beim Fahrradfahren und empfehle das auch anderen Radfahrer*innen. Aber das Helmtragen die “schnellste und einfachste Methode” ist, um Fahrradfahrende zu schützen, ist halt falsch.
Fahrradhelme helfen nur bei einem bestimmten Anteil an Verletzungen, und auch da nur begrenzt. Gegen die Zwillingsreifen eines LKW schützt kein Helm.
@einkorn#Tempo30 innerorts als Regelgeschwindigkeit hilft sowohl Unfälle zu vermeiden als auch Unfallfolgen zu reduzieren. Für alle, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Tempo 30 innerorts lässt sich durch eine Änderung der StVO bestimmt genauso schnell umsetzen wie die Helmpflicht beim Radfahren.
ich trage auch einen Helm, wenn ich mit MEINEM Fahrrad unterwegs bin.
Wenn ich aber mit Bus und Bahn unterwegs bin und mir dann ein Bike leihe, habe ich natürlich keinen Helm dabei.
Von der Leichtigkeit mal eben mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen, kann man dann wohl nicht mehr reden.
In den anderen Kommentaren wurde ja ausgiebig erklärt, was das WIRKLICHE Problem ist.
Ich kann nur hoffen, dass du niemals so stürzt, dass du einen Helm gebraucht hättest.
Und wenn du jetzt wirklich behaupten möchtest dass du nie vom Fahrrad gefallen bist oder wirst, ob durch Fremdeinwirkung oder nicht, glaubt dir auch niemand.
Na klaro. Mit der Verve, mit der Du hier als allererstes Helmpflichten forderst, kämpfst Du sicher auch für striktere Regeln, härtere Strafen und bessere Infrastruktur im Verkehr. ;-)
Ich denke, an der Stelle bin ich mal raus. Überzeugter, dass Helmpflichten uns gesamtgesellschaftlich etwas bringen, bin ich nicht.
Trägst du das alles auch im Auto? Nein, weil es unverhältnismäßig ist. Ein Gehirn ist ein etwas delikates Stück Gewebe, das wir wenig bis gar nicht reparieren können. Ein Schutz dafür ist bei Aktivitäten, die oft mit einem Sturz enden können, also sinnvoll.
An sich nichts, das system mit den Leihrädern wird damit aber effektiv verhindert und viele wird es komplett vom radfahren abhalten. Unabhängig davon ob ich einen Helm auf der individuellen Ebene für sinnvoll halte (tue ich und ich trage auch fast immer einen), halte ich eine Helmpflicht für kontraproduktiv und eine Ablenkung von den wirklichen Problemen im Straßenverkehr und es schiebt die Schuld wieder auf die Opfer.
@Gladaed Helm ist für viele fast wie Maske tragen und wir brauchen mehr Leute auf dem Rad, nicht weniger. ✊🏻
Ich trage immer einen Helm beim Radeln aus Solidarität und Mitgefühl für all die Eltern, die es schwer haben ihren Nachwuchs dazu zu bringen, die Dinger zu tragen.
Ende der 2000er hatten wir 3 Winter, in denen republikweit 3-4 Wochen lang die Wege vereist waren. Da haben wir Radfahrys die Helme vor allem beim Warten an der Ampel im Stand benötigt und zerstört! 😉
@einkorn@Ascendor Ich fahre grundsätzlich mit Fahrradhelm. Und ich fordere trotzdem keine Helmpflicht. Weil ich weiß, dass der Helm mich vor der Mehrheit der regelmäßigen Gefährdung nicht schützen kann.
Wirksamer wäre kurzfristig, dass Gefährdungen und Verletzungen der StVO konsequent und durchgängig geahndet würde; dass das “ist doch nicht so schlimm” und “ist doch nichts passiert” endlich aufhören.
Weil ich weiß, dass der Helm mich vor der Mehrheit der regelmäßigen Gefährdung nicht schützen kann.
Bei jeder Gefährdung von Fahrradfahrern, die mir spontan einfallen, kann es im Anschluss zu einem Sturz kommen, also einer Gefährdung des Schädels. Deswegen kann ich echt nicht verstehen, warum sich Leute so vehement gegen Helme währen, wenn die Prävention so einfach ist.
@einkorn@Ascendor
Ist mir egal, ob du das blöd findest, aber der schnellste und einfachste Weg zur Unfall-*Vermeidung* ist die Geschwindigkeitsreduktion.
- lebenswerte Straßen (aka Tempolimits und Umverteilung von öffentlichem Raum). Nebeneffekte bessere Gesundheit (= enorme Einsparung von Kosten)
- beweisvideo (dashcam) und Kennzeichen hochladen. Zum Beispiel von 20cm-Überholmanöver) > Höhere Versicherungsprämie für die karre, weil von dieser ein höheres Risiko ausgeht.
Ich bin mir nicht sicher, wie dir langsamerer Verkehr hilft, wenn du selbst vom Rad fällst. Bitte werfe den ersten Stein, wenn dir das noch nicht passiert ist.
Die schwerste Kopfverletzung mit der ich (als Ersthelfer) zu tun hatte, war eine schwer verletzte Autofahrerin. Dort hätte weniger Tempo definitiv geholfen.
Da ich überwiegend Radfahrende mit Helm kenne, sind alle Unfälle für den Kopf alle glimpflich ausgegangen. Trotzdem lehne ich persönlich eine Pflicht ab. Ich empfehle das Tragen trotzdem jeder Person mit Fahrrad.
Nö, Tempo 30 innerstädtisch ist der schnellste Weg nicht nur Schädelverletzungen sondern generell schwere Verletzungen im Straßenverkehr zu verhindern.
Für eine Helmpflicht müssten ja auch Gesetze und Verordnungen geändert werden. Und Klagen dagegen würde es vermutlich auch geben. Dann kann man auch gleich sinnvolle Gesetze erlassen.
@einkorn@Ascendor
Dürfte ich hier mal dezent an den §1 der StVO erinnern? 🤨
Auch(!) KraftfahrerInnen haben sich demnach so zu verhalten das sie Unfälle, mit wem auch immer, vermeiden können. Übrigens unabhängig davon ob oder was andere als “Schutzmaßnahmen” getroffen haben.
Es wäre demnach auch in deren(/unserem) Sinne z.B. sicherere Radwege zu fordern.
Und ja, es ist tatsächlich möglich auch bei erlaubten 50km/h langsamer zu fahren.🙄
@einkorn Weißt du, was besser ist als die Verhinderung von Schädelverletzungen?
Die Verhinderung von Unfällen, die zu Schädelverletzungen führen. Und dagegen hilft eine Helmpflicht gar nichts. @Ascendor
@quino_schuetz@einkorn@Ascendor Ich brauche keinen Helm, da ich täglich durch vorausschauendes Fahren etwa 4 Unfälle verhindere.* #helmpflicht #TäterOpferUmkehr
* bei diesen verhinderten Unfällen würde der Helm meist auch nichr helfen. Ein Fahrradhelm kann bei leichten Stürzen (z.B. Wegrutschen auf nassem Laub) hilfreich sein. Bei Kollission mit 50- 60 Kmh schnellen 1-2 Tonnern hilft er i.d.R. nicht).**
Ich trage übrigens einen Helm.
@einkorn Ich erkläre dir gern zum x-ten Mal, dass Fahrradfahren an sich nicht gefährlich ist. Selbst ein Fahrradhelmhersteller räumt ein, dass Helme, wo sie helfen würden, grundsätzlich nichts nützen, und dort, wo sie was nützen würden, nicht helfen.
Die Notaufnahmen sehen aber nicht die ereignislosen Fahrradfahrten, sondern nur die, die schiefgehen, und unterliegen damit einem umgekehrten “survivorship bias”.
Ich erkläre dir gern zum x-ten Mal, dass Fahrradfahren an sich nicht gefährlich ist.
Stimmt, bis zu dem Zeitpunkt an dem es einen Unfall gibt. Egal ob unverschuldet oder nicht.
Fahrradhelmhersteller räumt ein, dass Helme, wo sie helfen würden, grundsätzlich nichts nützen, und dort, wo sie was nützen würden, nicht helfen.
Die Aussage ist mir ein bisschen zu heftig ohne Quellenangabe. Vor allem unter einem Artikel in dem ein Gericht zu dem Schluss gekommen ist, das es für Verletzungen, die durch das Tragen eines Helmes vermieden werden können, keinen Schadensanspruch gibt. Das hätte die Verteidigung des Klägers doch sicherlich ins Feld geführt.
Die Notaufnahmen sehen aber nicht die ereignislosen Fahrradfahrten, sondern nur die, die schiefgehen, und unterliegen damit einem umgekehrten “survivorship bias”.
Den Punkt musst du bitte nochmal erläutern. Ich verstehe ihn in diesem Kontext gerade nicht. Und ja, ich kenne das Beispiel der Flugzeuge, die an den falschen Stellen gepanzert wurden.
Muss ich verstehen, warum du meinst, dass dieser Artikel meinen Standpunkt widerlegt? Der unterstreicht doch genau, was ich sage:
“The materials that are used in most of today’s [recreational] helmets are engineered to absorb the high impact energies that can produce skull fractures and severe brain injuries,” says a CPSC statement. […]
Life savers
While bicycle helmets may offer little protection against impacts from motor vehicles, and cannot offer guaranteed protection against concussions, they can be life-savers when worn in the crash scenarios for which they were designed, such as slamming head-first into a tree branch or falling to the curb during a slow speed tumble.
Not all head strikes are direct impacts, many happen at an angle, and many modern helmets now offer protection against such rotational forces, which could be the cause of at least some concussions.
Der einfachste und schnellste Weg, um Schädelverletzungen zu verhindern ist einen Helm aufzusetzen. Das kann jede Person sofort tun, wenn sie aufs Fahrrad steigt. Wer noch nie ohne fremdes Zutun vom Fahrrad gefallen ist, werfe den ersten Stein.
Dass der Helm nicht hilft, wenn ich von einem Auto überfahren werde, ist doch vollkommen klar und das habe ich auch nie behauptet, im Gegensatz zu dem, was mir hier alle zu unterstellen scheinen. Den Helm zu tragen, ist Teil des Konzepts “Sicher Radfahren”. Genauso wie der Gurt im Auto Teil des Konzept “sicheres Autofahren” ist, obwohl er dich nicht in jeder Situation retten kann.
Unnötiger ad hominem. Bin auch Fahrradfahrer, gegen Helmpflicht, hab nicht mal einen Helm. In meinem Profil steht absolut gar nichts. Gibt Leute für die ist das Fahrrad einfach nur Transportmittel und nicht Teil der Identität.
@zaphod Ja genau. Und das ist mir eben aufgefallen, dass Leute, für die das Fahrrad nicht so sehr Teil der Identität ist, offenbar eher zur Helmpflicht neigen. Eine Beobachtung, die ich interessant finde und die überhaupt nichts mit ad hominem zu tun hat. Es könnte aber sein, dass Leute, für die das Fahrrad Teil der Identität ist, sich mit der Materie besser auskennen als Leute, die wir in der Bubble als #auchradfahrer bezeichnen. Ich bin zB #auchlinuxnutzer, und hab deshalb weniger Ahnung +
@Labonitamascota
Ablenkung von Schuldhaft verursachten Radunfällrn durch Kraftfahrer.
Jeder Post zum Helm ist einer weniger zu Überholabstand, Abbiegeverstoß, witterungsangepasster Geschwindigkeit usw. @einkorn@Ascendor
Und hier gehen wir wieder: Der nächste Whataboutism.
Meine Aussage ist, dass Helme Kopfverletzungen beim Radfahren reduzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Egal, ob du umgefahren wirst oder von alleine vom Rad fällst.
Ich hatte tatsächlich angenommen, es ginge hier vorrangig um relevante Probleme.
Da bist du leider nicht die einzige Person.
Der Artikel, der die ganze Debatte angestoßen hat dreht sich explizit um Verletzungen, die durch einen Helm hätten verhindert werden können.
Hast du dazu eine Idee?
Zwischen Fußgängern und Autos gibt es bereits standardmäßig getrennte Infrastruktur. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat jede Straße innerorts, wo die absolute Mehrheit der Fußgänger unterwegs ist, einen Bürgersteig. Es gibt Zebrastreifen Fußgängerüberwege, Unter- und Überführungen …
Kurzgesagt: Für Fußgänger gibt es die Art von dedizierter Infrastruktur, die die Teilnahme am Verkehr sicher(er) machen. Klar, es gibt immer Luft nach oben, aber wenn wir uns auf einer beliebigen großen innerstättischen Kreuzung in Deutschland umschauen, ist es extrem wahrscheinlich auf Infrastruktur zu treffen, die gebaut wurde um Autos und Fußgänger zu trennen.
Fahrräder sind dahingehend “komisch”, dass sie auf der einen Seite sich formal den Raum mit den Autos teilen, wenn es keine dedizierte Infrastruktur gibt, aber andererseits bis auf eine Röhre Stahl o.Ä., die als Knautschzone wirkt, wenig mehr Schutzfunktionen haben als ein Fußgänger. Daher erscheint es mir sinnvoll auf Fahrrädern ein Mindestmaß an Schutz vorzuschreiben, der anders als bei Autos, eben nicht fest verbaut ist.
Hätten wir eine so gut ausgebaute Fahrradinfrastruktur wie die Niederlande, die Autos und Fahrräder genauso trennt wie Autos und Fußgänger, könnte ich mich auch damit abfinden, dass Leute bewusst auf Schutz verzichten, wenn sie diese nutzen. Ganz ehrlich? Ich denke ich würde sogar in den Niederlanden mit Helm fahren. Zumindest so lange bis ich mich an die neue Umgebung gewöhnt hätte. Ich habe hier in Deutschland und sogar in Freiburg, der angeblich fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands zu viele knappe Situationen erlebt, als dass ich direkt darauf verzichten möchte.
Ist mir egal, wenn jetzt wieder alle anderen mit X gründen kommen, warum sie das blöd finden:
Die Helmpflicht ist der schnellste und einfachste Weg schwere Schädelverletzungen zu verhindern. Her damit.
Ja, sie führt zu weniger Kopfverletzungen bei Radfahrern.
Und zu mehr Schwerverletzten, Schwerkranken und Toten insgesamt.
Ist halt die Frage, was das Ziel ist.
Dazu kommt noch, dass es kein Argument pro Helmpflicht gibt, das nicht auch für Fußgänger oder Autofahrer gelten würde.
Eine Helmpflicht für Autofahrer würde sogar insgesamt mehr Leben retten, und nicht die Attraktivität einer umweltfreundlichen und gesunden Fortbewegungsweise verringern.
Lol, wie denn das?
Helmpflicht sorgt für weniger Radfahrer. (Man kann jetzt sagen, ach was die sollen sich nicht so haben. Ändert aber nichts an der Realität.)
Weniger Radfahrer führen dazu, dass Autofahrer weniger gewohnt sind, auf Radfahrer im Verkehr zu achten.
Dass Kommunen Radwege nicht räumen und streuen.
Dass weniger sichere Fahrradinfrastruktur gebaut wird.
Und das führt zu mehr Unfällen mit mehr Schwerverletzten, wobei der Effekt deutlich stärker ist als der positive Effekt der Helmpflicht.
Weniger Radfahrer führen außerdem zu mehr Herzerkrankungen, Schlaganfällen, etc. weil Radfahren trotz aller Gefahren (auch ohne Helm) insgesamt eine massive positive Auswirkung auf die Gesundheit hat.
Das alles ist im Lauf der Einführung einer Helmpflicht in Australien wissenschaftlich untersucht worden.
@mech @einkorn Und ein Teil der nicht mehr Radfahrenden wird weitere Autofahrten produzieren …
@mech @axebos
https://troet.cafe/@morsuapri/115982992730938729
@mech @einkorn Helm tragen sorgt auch dafür dass Autofahrer weniger Rücksicht nehmen.
@konosocio @mech @einkorn
Ist auch mein Empfinden.
Aber vllt stimmt ja mit meinen Gefühlen was nicht.
Es gibt Studien, wonach Autofahrende Menschen auf Fahrrädern enger überholen und weniger Rücksicht nehmen, wenn diese einen Helm tragen.
Ich selbst trage Helm und meine Kinder auch, weil ich meinen Kopf mag. Ich maße mir aber nicht an, weiteren Menschen vorzuschreiben, dass sie einen Helm tragen müssen. Mir wäre auch eine Infrastruktur am liebsten, bei der ich soweit von Autos getrennt bin, dass ein Helm quasi nicht nötig ist.
@10MeterFeldweg @einkorn Ich fahre jetzt seit etwa 20 Jahren fast alle Wege mit dem Rad. Ja, fahrende Autos sind ein Problem. Stehende Autos sind das aber deutlich häufiger. Und die Anzahl der Stürze wegen “ich musste in den Matsch ausweichen”, “ich musste über den Bordstein fahren (ich weiche auf den Fußweg, nicht auf die Autofahrbahn aus)” und ähnliches ist mein Standardnutzungsfall für den Helm. Nicht, weil ein fahrendes Auto mich umreißt. Davor kommen auch noch verbreckte Radwege, die mich in Kurven wegrutschen lassen.
Solange wir eine soziale Krankenkasse haben, in die wir alle einzahlen und aus der unser aller Behandlungen bezahlt werden, maße ich mir an, zu fordern, dass wir einfache Mittel ergreifen, uns zu schützen.
Alkoholverbot, Tabakverbot, sinnvolle Beschränkungen von Zucker, innerstädtisch Tempo 30
Das sind so die Sachen, die mir als erste einfallen, die für die Erreichung dieses Zieles wahrscheinlich den größeren Hebel hätten.
Deine Argumentation entspricht echt deinem Benutzernamen bzw. nennt sich Whataboutism. Wir reden hier über Verletzungen beim Fahrradfahren, nicht darüber wie wir am effektivsten die Krankenkassen entlasten.
Ja und?
Dein sog. Argument ist “Um eine Entlastung der Krankenkassen zu erreichen, ist eine Alkoholverbot […] besser geeignet als eine Helmpflicht”. Ich habe nie behauptet, dass eine Helmpflicht besser dafür geeignet ist.
Das, was du machst, ist 1:1 das Beispiel auf Wikipedia:
Du lieferst kein Argument gegen meine Aussage, sondern argumentierst gegen etwas, das ich so nie gesagt habe.
einkorn hat geschrieben:
Ähm, lies Dir bitte noch mal Deine Beiträge in diesem Thread durch, mit dem Krankenkassenargument bist Du angefangen. Und Tempo 30 verringert die Verletzungen beim Radfahren und entlastet nebenbei die Krankenkassen.
Richtig, das widerlegt allerdings nicht meine Aussage, dass eine Helmpflicht das ebenfalls tut. Ich habe nicht gesagt, dass es die größte Verringerung bringt, da gebe ich euch nämlich vollkommen recht.
Aber das ist eben der Kern eines Whataboutism: Es wird ein Gegenargument ins Feld geführt, dass mit der eigentlichen Aussage nichts zu tun hat.
Ich fordere, dass Du eine Gasmaske trägst, damit Du durch die schlechte Luft kein Lungenkrebs kriegst. Wir zahlen schließlich in eine soziale Krankenkasse ein.
Netter Versuch, aber du verdrehst hier gerade Täter und Opfer. Lustigerweise wird mir das ja die ganze Zeit vorgeworfen, das ich von den Autofahrern als tatsächliche Gefahr für Fahrradfahrer ablenke.
Genau das ist doch der Punkt. Die Radfahrenden sind doch auch in aller Regel die Opfer. Der Vergleich ist schon sehr passend:
Es gibt eine schlechte Grundsituation: A: Schlechter Umweltschutz/Lufreinhaltung. B: Schlechte Verkehrsinfrastruktur/Verkehrsregeleinhaltung. Diese führen zu einer schlechten Gesundheitssituation von Dritten: A: Gesundheitliche Probleme durch schlechte Luft für Leute, die nicht die Fabriken betreiben. B: Unfälle mit entsprechenden Gesundheitsfolgen für Radfahrende, die nicht das Auto steuern und nicht die Verkehrsinfrastruktur verantworten. Und nun sollen diese Opfer sich selbst schützen “für die soziale Krankenkasse”: A: Mit Gasmaske, B: Mit Helm.
Wo hinkt der Vergleich? BEIDE Forderungen gehen an die Opfer.
Dann fordere ich aber, dass untersucht wird, ob diese Mittel tatsächlich zu insgesamt weniger Kosten für die Krankenkasse führen, statt irgendeine Maßnahme zu erzwingen, die sich nach Gefühl richtig anhört.
Und schon fällt die Helmpflicht raus.
@einkorn @10MeterFeldweg
was machen wir mit Rauchern und Säufern?
Oder Extremsportlern?
Usw.
Im ersten Fall reduzieren wir bereits die Attraktivität des Angebots durch hohe Steuern.
Im zweiten Fall würde ich persönlich das gerne ähnlich machen, aber ich glaube ich muss dir nicht erklären, warum das in Deutschland besonders schwierig wird, oder?
Die Extremsportler stellen im Gesamtbild höchstwahrscheinloch einen Rundungsfehler da. Das ist so wie bei den sog. Totalverweigeren im Bürgergeld: Es kostet mehr denen auf die Finger zu klopfen, als sie einfach zu ignorieren.
@einkorn @10MeterFeldweg einfacher: tempo 30 für Autos überall, auch auf den Autobahnen.
Naja, als eingefleischtem Radfahrer kann es mir ehrlicherweise egal sein, ob es eine Helmpflicht gibt: die Unsicherheit kommt ja durch die flächendeckend mangelnde Durchsetzung von Verkehrsregeln.
Niemand kontrolliert ernsthaft Überholabstände, Handynutzung, Falschparken, Rotverstöße, Geschwindigkeitsüberschreitungen et al. Da hätte ich keine Angst, dass irgendwer was dagegen tut, wenn ich keinen Helm aufhätte 😂
Genau. Helmpflicht kann man ruhig machen, aber es würde für mich nicht viel ändern. Gerade im Stadtverkehr ist die größte Gefahr z.B. von einem Rechtsabbieger vom Rad geworfen und unter den SUV-Rädern zermahlen und ggf. noch ein paar hundert Meter mitgeschleift zu werden ohne dass der irgendwas merkt. Da hilft ein Helm nur bedingt.
Wobei ich mich frage wie du das durchsetzen willst. Flächendeckende KI-Kameraüberwachung hätte ich jetzt auch nicht gerne. Stattdessen wäre es mir lieber wenn man einfach in der Verkehrsplanung von den Niederländern lernt. Die wissen wie man den Autoverkehr so beschränkt und dirigiert, dass er möglichst wenig Fußgänger und Fahrradfahrer gefährden kann. Und halt Tempo 30 Innerorts.
Muss ja gar nicht so dystopisch sein mit grenzenloser Überwachung. Würde ja schon reichen da mal 5 Hanseln einfach für abzustellen, die mal an den einschlägigen Kreuzungen in zivil abhängen.
Oder in der Parkraumüberwachung. Da könnte man vmtl. 500 Stellen in jeder Großstadt zusätzlich schaffen, die sich selbst finanzieren und noch Gewinn abwerfen. Nächstes Jahr könnte man das kommunale Freibad mit Champagner füllen. Bei uns ist bspw. Anwohnerparken, tlw. holen sich die Leute aber keinen Ausweis, weil der teurer ist als die 4 Strafzettel im Jahr. Hier könnte man einmal am Tag durchlaufen und hätte Cash ohne Ende.
Überholabstände sind das Beste: die Polizei hat nicht einmal zugelassene Geräte, um das überhaupt rechtssicher zu kontrollieren. Frage ich mich, wer Gesetze (bzw. Verordnungen) schreibt, deren Einhaltung gar nicht erst überprüft werden kann. Und warum der Herr Gesetzgeber oder die Polizei selbst nicht ein Gerät entwickeln lässt. Es mangelt wohl am Willlen, machste nix ¯\_(ツ)_/¯.
Mit dem ganzen Geld, das es da zu holen gäbe, könnte man dann auch geilere Infrastruktur bauen, bin ich bei dir. Aber erst nach dem Champagner im Freibad!
Ja, beim Falschparken stimme ich dir vollkommen zu. Die haben beim mir im Stadtteil einfach irgendwann komplett aufgegeben. Wir haben jetzt bis hin zu Lieferwagen die einfach über die Nacht mitten auf der Kreuzung parken einfach alles an gesetzeswidrigem Parkverhalten was man sich vorstellen kann.
Ob man da jetzt (technisch) ein Gerät für die Abstandsmessung entwickeln könnte, oder ob man sich dann (juristisch) darauf verlassen sollte möchte ich aber bezweifeln. Da wäre es mir lieber wenn man sich einfach nicht darauf verlassen müsste, dass Autofahrer Überholabstände einhalten, weil für die Autofahrer da noch ein Bordstein dazwischen ist.
@einkorn @Ascendor
Falsch.
Die Einhaltung und Durchsetzung geltenden Rechts (StVO) wäre der schnellste und einfachste Weg schwere Schädelverletzungen zu verhindern. Her damit.
Das wird aber mutwillig gesellschaftlich, medial, politisch und behördlich ausgeschlossen.
Also ich habe schneller meinen Helm aufgesetzt, als alle Verkehrssünder bestraft. Aber klar, jeder im eigenen Tempo…
@einkorn
Sie sind aber nicht der einzige Radlfahrer, wenn mich nicht alles täuscht.
Ordnungsbehörden könnten mit entsprechenden Weisungen sehr schnell fokussieren. Bußgelder könnten mit entsprechender Ernsthaftigkeit sehr schnell angepasst werden. Bundesweit.
@einkorn @Ascendor Ca. 400 Fußgänger werden jährlich in Deutschland im Verkehr getötet, gegenüber 250 Radfahrern (edit: ohne Pedelec). Also nur noch mit Helm vor die Tür oder Bußgeld?
Die Anzahl der Fußgänger übersteigt massiv die der Fahrradfahrer. Ich denke, ich lehne mich daher nicht weit aus dem Fenster, wenn ich behaupte, dass Fahrradfahren statistisch gesehen gefährlicher ist und daher mehr Schutzvorkehrungen braucht.
@einkorn Die Anzahl ist hier nicht maßgeblich, denn fast jeder ist irgendwann Fußgänger, das sind also trivialerweise mehr Teilnehmer. Mit dem Fahrrad werden aber fast genauso viele Personenkilometer zurückgelegt wie zu Fuß (38.6 vs. 41.6 Mrd in 2023) d.h. das Risiko pro Kilometer ist auf dem Fahrrad immer noch geringer.
Die Rechnung lässt das Auto bestimmt auch besser wegkommen und Flugzeuge noch mehr. :-)
@einkorn
Welchen Anteil an lethalen Radunfällen haben Schädelverletzungen?
Welchen Anteil davon kann rin Helm verhindern?
Ich fahre immer mit Helm.
Aber eine Pflicht wird das Radfahren nur unwesentlich sicherer machen. PSA ist der LETZTE Schritt in der Risikoreduktion. räumliche Trennung und Verhaltensmaßregeln zur Unfallvermeidung sind wichtiger.
Nur sobald wir uns hier über Helme streiten können, diskutiert das keiner mehr.
@Ascendor
@einkorn
Willst du wirklich schnell verletzte und tote Radfahrer vermeiden? dann verbiete Autos.
Schaut man die Statistiken genau an, sind Autofahrer bei den meisten lethalrn und schweren Unfällen von Radfahrenden direkte Verursacher. Vorrangverstoß beim abbiegen steht als Ursache an der ersten Stelle.
@Ascendor
Ich finde es immer wieder schön, dass komplett mein Argument ignoriert wird:
Die Helmpflicht ist das schnellste und einfachste Mittel schwere Schädelverletzungen zu verhindern.
Du willst Autos verbieten? Gerne, bin ich dabei, nur brauchen wir vorher einen top funktionieren ÖPNV, sonst geht das nicht. Bisher hat hier niemand einen Vorschlag gebracht, der schneller oder einfacher umzusetzen ist.
@einkorn
Und du ignorierst alle Kritik an deinem Argument.
Welchen Anteil der schweren Unfälle haben (isolierte) Schadelverletzungen?
Welcher Anteil davon ist durch einen Helm wirksam zu verhindern?
https://www.verkehrswacht.de/wissenschaftliche-studien-belegen-eindeutig-schutzwirkung-des-fahrradhelms/
@einkorn
ich hab jetzt so schnell nicht alle Studien im original gelesen, aber beim Artikel der Verkehrswacht fallen mir direkt manipulative Umgänge mit den Studien auf. Beispielsweise wird die Rate von Unfällen mit Helm nicht mit der Rate helmtragender Fahrer (besser noch: Personenkilometer) in Kontext gesetzt, was in einigen zitierten Zahlen die Signifikanz komplett zunichte macht.
Auffällig am Artikel ist auch, dass erst ‘Helmgegnern’ faktenferne unterstellt wird, (1/2)
@einkorn
und danach ganz kurz behauptet wird, alle seien sich einig, dass Ursachenbekämpfung an erster Stelle stünde und Helme nur für das Restrisiko relevant seien.
Welchen Stellenwert hat bei der Verkehrswacht, bei der Bundesregierung und in der Debatte hier die Unfallverrmeidung, Ursachen-Bekämpfung und Schutz schwächerer?
@einkorn
Wenn dir in ner Firma jemand vorschlagen würde, nur einen Helm als Schutzmaßnahme beim arbeiten zwischen Tonnenschweren Maschinen zu nutzen, würde die BG das Sicherheitskonzept in der Luft zerfetzten. Da kämen Vorschläge, wie getrennte Flächen, Sicherungsposten, Einweiser uvm. Im öffentlichen Raum Straße belassen wir es beim billigsten Vorschlag?
@einkorn
Ein Vorschlag, der sofort umzusetzen wäre:
- #keinoeffentlichesInteresse und #renehatverständnis unterbinden -> Ordnungswidrigen und Straftaten im Straßenverkehr bei Anzeige und vorliegenden Beweisen sanktionieren statt Strafvereitelung im Amt a la ‘is ja nichts passiert’ und dann wundern, wenn es beim 10 ten mal doch nen Toten gibt.
- Tempolimits leichter anordnen und regelmäßiger sanktionieren.
- Streifendienst (auch in Zivil) im gleichen Modal split wie dir gesamt-mobilität.
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@byggvir @einkorn lies bitte den ganzen Thread, bevor du dazwischen haust. Ich habe mehrfach klargestellt, DASS ich mit Helm fahre und das im Rahmen der Aufsichtspflicht auch einfordere.
Aber dass ich aus verschiedenen Gründen den Vorschlag einer Helmpflicht skeptisch sehe.
Und den Stellenwert, den diese Debatte im Gesamtdiskurs der Verkehrssicherheit bekommt, noch kritischer.
Aussage gegen Aussage. Solange du nicht die Unschuldsvermutung abschaffen willst, wird das schwierig.
Jep, fände ich an vielen stellen sehr sinnvoll. Aber wie du schon sagst: Das braucht Vorlaufzeit.
Gerne, nur müssen wir dann unsere Deppen in der Regierung erstmal davon überzeugen, dass Polizisten besser so eingesetzt werden, statt rechtswidrig Leute an Grenzen abzuweisen.
@einkorn
Zu 1.: Ich habe vorliegende Beweislage durch Zeugen oder Videos angenommen. Wird oft trotzdem eingestellt.
-> 'Aussage gegen Aussage ’ stellt derailing dar.
2.: Warum brauchen mehr Tempolimits mehr Vorlaufzeit als ne Helmpflicht?
3.: Und wo sollen dann die Polizisten herkommen, die ne Helmpflicht kontrollieren?
und: Ich habe noch nicht MEHR Streifen gefordert. Nur, die vorhandenen (auch OA wegen Falschparkern) anteilig auf Fahrrad und Fuß zu setzen.
Das ist dann tatsächlich Strafvereitelung im Amt und gehört auf beiden Ebenen geahndet. Ich gehe aber stark davon aus, dass in der überwiegenden Zahl von solchen Fällen die Person auf dem Rad eben kein Video oder Zeugen haben und entsprechend die traurige Wahrheit ist, dass die Leute ungeschoren davonkommen.
Also bei der Polizei würde ich tatsächlich die nehmen, die aktuell an der Grenze stehen. Wobei ich nicht ganz verstehe, was dein Punkt ist, wenn du nicht mehr kontrollieren möchtest. Die Ordnungsämter faulenzen ja aktuell auch nicht und verteilen Knöllchen egal, ob sie einen Vorfall zu Fuß oder auf dem Fahrrad mitbekommen.
@einkorn
Du bist zu optimistisch hinsichtlich der Ordnungshüter. Windschutzscheibenperspektive bei der Polizei führt gern zu Einstellung von Verfahren, wenn kein Blut floss. @GegenAutogewalt sammelt solche Beispiele. Das Konditioniert natürlich Autofahrer hinsichtlich Regeltreue, wenn man damit durch kommt.
Analog beim Ordnungsamt: Radwegparken wird in verschiedenen Städten gar nicht sanktioniert, weil nicht als Störung wahrgenommen.
@einkorn @jakob_thoboell Nee. Das schnellste wirksame Mittel ist, dass alle Verkehrsteilnehmende Rücksicht nehmen - und das ist leider mehrheitlich sehr einseitig der Fall.
Ja, genau deswegen ist es ja eben nicht das schnellste Mittel, weil sich eine große Anzahl eben nicht an Verkehrsregeln in Bezug auf Radfahrer halten. Das wird eine Lebensaufgabe für dich und mich, jede Person die das macht zur Rechenschaft zu ziehen. Und bis wir das geschafft haben, habe ich schneller zum Helm gegriffen, um mich zu schützen.
Tempo 30 innerorts kann über Nacht eingeführt werden, kostet überhaupt nichts und verringert sofort die Zahl der Verletzten und Toten im Straßenverkehr. Deutlich effektiver und sinnvoller als eine Helmpflicht.
Ah ja, weil wir in einem Land leben, wo die Bürokratie so schnell arbeitet, niemand Widerspruch einlegt, es keine bescheuerten rechtlichen Vorgaben gibt, die einen “frei fließenden” Autoverkehr vorschreiben … ?
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Da widerspricht ja auch keiner. Das Problem ist eine Helmpflicht, wie hier in dieser Thread schon ausführlich dargelegt wurde.
Die Umsetzung räumlicher Trennung dauert lange und ist nicht immer einfach machbar. Gerade wurde bei mir ein Straßenabschnitt zwischen Stadt und Dorf mit breitem Fahrradstreifen ausgebaut, der bisher direkt an der Straße verlief. Soweit so gut. Aber es gibt im Dorf nach wie vor keinen Fahrradstreifen, der sicher zu diesem verbesserten Fahrradstreifen führt.
Verhaltensregeln werden schon ständig hoch- und runtergebetet, können aber leider im Alltag schwer geahndet werden. Ich bin bei einer Fahrt über die Landstraße, bei der ich testen wollte, ob ich mit dem Rad zur Arbeit fahren kann, viermal abgedrängt worden. Ergebnis: Ich fahre nicht mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Ich bleibe dabei: Die schnellste und einfachste Methode, schwere Verletzungen zu reduzieren, ist die Helmpflicht.
@einkorn
Das ist gelinde gesagt quatsch. Und das sage ich als Radfahrer, der immer mit Helm fährt.
Ein kurzer Einblick in das Thema #keinoeffentlichesInteresse , sowie in die Unfallberichterstattung zeigt, dass nicht kontrollieren können, sondern ahnden wollen das Problem ist.
Bei einem Alleinunfall ist ein Helm ein guter Schutz.
Aber kannst du mir mal elaborieren, wie er das Risiko beim überrollt werden von nem LKW reduziert? Oder bei der Kollision mit nem SUV (Aufprall meist Hüftgegend)
@einkorn
Deine Antwort ist genau ein Beispiel, warum so viele Menschen gegen Helmpflicht Sturm laufen: Statt Ursachenbekämpfung verlagert man das Problem und markiert die Radfahrenden als Problem.
Und schafft eine neue Hürde, die Leute vom spontanen Fahren (Bikesharing…) abhält,
eine neue Schikanemöglichkeit und Verantwortungsverschiebung.
Wenn wir nach nem Unfall darüber reden, ob der Helm noch TüV hatte, reden wir nicht über Unfallverursacher. Ist das dein Ziel?
Also ich weiß ja nicht, ob du nach einem Aufprall, egal ob durch SUV oder LWK, stehen bleibst, aber die meisten Menschen fallen danach unkontrolliert auf den Boden. Und bei einem Sturz ist es am wichtigsten den Teil des Körpers zu sichern, ohne den es nicht geht und der sich schlecht reparieren lässt.
@einkorn
Moving the goalpost.
Du manipulierst und verschiebst den Fokus.
Bei einer Thoraxverletzung oder ner Beckenfraktur (Erstaufprall Motorhaube) ist nicht mehr viel zu retten.
Hast du ne Statistik zur Hand, die den Stellenwert isolierter oder primär verantwortlicher Kopfverletzungen bei Fahrradunfällen darstellt?
Und welcher Anteil davon hinsichtlich der kinetischen Energie durch einen Helm adäquat abgefangen wurde?
Ne, du verschiebst den Fokus. Ich sage:
Und du kommst mit:
Das ist eigentlich ein Whataboutism. Wir brauchen keine Helmpflicht, weil sie nicht gegen eine Beckenfraktur hilft.
@einkorn
nein. Du pickst dir aus dem Gesamtbild die Schadelverletzung heraus, weil die die einzige ist, bei der PSA ein Thema ist. Und ich zeige auf, dass Helme zwar sinnvoll sind, der Fokus auf Helme aber massiv den Blick verengt und vom Problem eines Vollzugsdefizits, mangelnder Infrastruktur und gesellschaftlich maximal etablierter Regelverstöße ablenkt.
Ich sage nicht, Helme sind sinnlos, ich sage: Die Debatte lenkt ab, um Autofahrer nicht ins Visier nehmen zu müssen.
Ne, ich “picke” mir das Thema raus, weil der eingereichte Beitrag sich mit der Frage der Haftung bei fehlender Schutzausrüstung beschäftigt.
Würdest du einen Autofahrer verteidigen, der, nachdem er einen unverschuldeten Unfall hat, weniger Schmerzensgeld bekommt, weil er nicht angegurtet war? Ich nehme stark an nein, denn der Gurt ist ein schnelles und einfaches Mittel eine Reihe von Verletzungen (aber nicht alle) zu verhindern.
https://www.verkehrswacht.de/wissenschaftliche-studien-belegen-eindeutig-schutzwirkung-des-fahrradhelms/
@einkorn @jakob_thoboell und wie genau hat dir der Helm bei den vier Abdrängungen geholfen?
Genauso wenig wie der Gurt, den ich getragen habe, als mich mal ein LKW auf der Autobahn abgedrängt hat. Sollten wir deswegen Gurte wieder aus Autos entfernen, weil sie in genau dieser einen Situation nicht gebraucht werden?
Der Sicherheitsgurt im Kfz ist etwas ganz anderes als ein Fahrradhelm. Der Gurt ist fest verbaut, den Helm muss man immer mitnehmen. Die beiden System kann man also nicht vergleichen.
Ich kann mir ein X-beliebiges Auto ausleihen und dort wird ein Sicherheitsgurt sein (lassen wir mal Oldtimer und ähnliches außen vor). Beim Helm ist es was anderes. Klar könnte man auch bei Leihräder einen Helm mit verleihen, das wird dann aber auch ein hygienisches Problem.
Da ich weiß, dass Fahrräder keinen eingebauten Helm haben, habe ich, als mir das einer Freundin leihen musste, meinen eigenen Helm mitgebracht. Umgekehrt hat ein Freund, dem ich meines geliehen habe, auch seinen eigenen genommen.
Ja, da geht es ja vielleicht noch, aber bei Leihrädern wird es schwierig und das System unnötig komplizieren.
?
Also wenn ich doch weiß, ich werde mir heute ein Fahrrad leihen, kann ich doch meinen Helm einfach mitbringen.
Das ist wahr, zu großem Teil aber eben auch, weil es Radfahren verhindern wird.
Warum? Ist ein Helm so schlimm?
Grundsätzlich sind Helme natürlich nicht groß schlimm, aber es gibt definitiv Usecases, wo eine Helmpflicht die Radnutzung massiv stören würde. In diversen Städten gibt es etwa diese Bikesharing-Systeme. Da haben die Nutzer halt nicht ihren privaten Helm dabei und es gibt auch keine wirklich gute Idee, um da Helme mitzuverleihen. Die Idee, dass man sich dann einen schlobbrigen, von fremden Menschen angeschwitzten oder verlausten Helm auf den Kopf setzen muss, ist einfach abschreckend.
Menschen fahren Fahrrad, wenn einfach, schnell und schön ist, wenn es Spaß macht.
Wenn es die Frisur ruiniert, oder rumnervt, weil man erst ne Panzerung anziehen muss, dann verliert es dir Attraktivität. Oder wenn Menschen durch die Helmpflicht den Eindruck bekämen, Fahrradfahren wäre gefährlich.
Zwei Denkanstöße: 1. In den Niederlanden wird kaum Helm getragen - trotzdem ist die Quote tödlicher oder schwerer Verletzungen gering. Warum?
2.: Würdest Du eher für eine Gasmaskenpflicht in der Öffentlichkeit oder für gute Luft kämpfen?
@Ascendor @Gladaed Es ist als ob man schusssichere Westenflicht fordern würde um das Problem mit zu viel Waffengewalt zu lösen.
Ebenfalls zwei Denkanstöße:
Wir haben nicht die Radinfrastruktur der Niederlande. Dementsprechend ist es um ein Vielfaches gefährlicher bei uns Fahrrad zu fahren. Warum sollten wir uns also vor Gefahr nicht besser schützen, bis sie beseitigt ist?
Die Gasmaske brauche ich nur, wenn mir jemand Abgase ins Gesicht bläst. Den Helm kann ich auch gut gebrauchen, wenn ich selbst Fehler mache. Oder ziehst du dir den Gurt im Auto auch erst an, wenn du siehst, dass jemand in dich hineinfährt?
Eben. Fordern sollte man also, dass es besser wird. Nicht, dass sich Leute damit abfinden und panzern sollen. Meine Meinung.
Nein, die schlechte Luft ist nicht nur hinter dem Abgasrohr. Die ist überall.
Übrigens trage ich Helm. Aber dass einem als erstes Forderungen an Opfer einfallen, und nicht an Täter, finde ich merkwürdig.
Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun? Liest du hier irgendwo, dass ich fordere, dass wir Helme aufziehen und gut ist? Nein, du liest, dass es die schnellste und einfachste Methode ist. Es kotzt mich gerade echt an, dass hier gefühlt alle im Verlauf dieser Diskussion mir implizite Unterstellungen machen.
@einkorn Ich trage selbst immer Helm beim Fahrradfahren und empfehle das auch anderen Radfahrer*innen. Aber das Helmtragen die “schnellste und einfachste Methode” ist, um Fahrradfahrende zu schützen, ist halt falsch.
Fahrradhelme helfen nur bei einem bestimmten Anteil an Verletzungen, und auch da nur begrenzt. Gegen die Zwillingsreifen eines LKW schützt kein Helm.
1/3
@einkorn #Tempo30 innerorts als Regelgeschwindigkeit hilft sowohl Unfälle zu vermeiden als auch Unfallfolgen zu reduzieren. Für alle, egal mit welchem Verkehrsmittel sie unterwegs sind. Tempo 30 innerorts lässt sich durch eine Änderung der StVO bestimmt genauso schnell umsetzen wie die Helmpflicht beim Radfahren.
2/3
#Fahrrad #VisionZero
@StephanB @einkorn
ich trage auch einen Helm, wenn ich mit MEINEM Fahrrad unterwegs bin.
Wenn ich aber mit Bus und Bahn unterwegs bin und mir dann ein Bike leihe, habe ich natürlich keinen Helm dabei.
Von der Leichtigkeit mal eben mit dem Fahrrad von A nach B zu kommen, kann man dann wohl nicht mehr reden.
In den anderen Kommentaren wurde ja ausgiebig erklärt, was das WIRKLICHE Problem ist.
@einkorn @Ascendor nur die Unterstellung dass du die Evidenz zu Helmpflicht nicht kennst, genauso wenig wie der Gerichtspräsident.
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Ich kann nur hoffen, dass du niemals so stürzt, dass du einen Helm gebraucht hättest.
Und wenn du jetzt wirklich behaupten möchtest dass du nie vom Fahrrad gefallen bist oder wirst, ob durch Fremdeinwirkung oder nicht, glaubt dir auch niemand.
Na klaro. Mit der Verve, mit der Du hier als allererstes Helmpflichten forderst, kämpfst Du sicher auch für striktere Regeln, härtere Strafen und bessere Infrastruktur im Verkehr. ;-)
Ich denke, an der Stelle bin ich mal raus. Überzeugter, dass Helmpflichten uns gesamtgesellschaftlich etwas bringen, bin ich nicht.
Gute Nacht.
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@Gladaed @Ascendor
ich wäre auch noch für Handschuhe, Armschienen, Schienbein und Knieschützer. Zusammen fast unverletzbar
Trägst du das alles auch im Auto? Nein, weil es unverhältnismäßig ist. Ein Gehirn ist ein etwas delikates Stück Gewebe, das wir wenig bis gar nicht reparieren können. Ein Schutz dafür ist bei Aktivitäten, die oft mit einem Sturz enden können, also sinnvoll.
An sich nichts, das system mit den Leihrädern wird damit aber effektiv verhindert und viele wird es komplett vom radfahren abhalten. Unabhängig davon ob ich einen Helm auf der individuellen Ebene für sinnvoll halte (tue ich und ich trage auch fast immer einen), halte ich eine Helmpflicht für kontraproduktiv und eine Ablenkung von den wirklichen Problemen im Straßenverkehr und es schiebt die Schuld wieder auf die Opfer.
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@Gladaed Helm ist für viele fast wie Maske tragen und wir brauchen mehr Leute auf dem Rad, nicht weniger. ✊🏻
Ich trage immer einen Helm beim Radeln aus Solidarität und Mitgefühl für all die Eltern, die es schwer haben ihren Nachwuchs dazu zu bringen, die Dinger zu tragen.
Ende der 2000er hatten wir 3 Winter, in denen republikweit 3-4 Wochen lang die Wege vereist waren. Da haben wir Radfahrys die Helme vor allem beim Warten an der Ampel im Stand benötigt und zerstört! 😉
@Ascendor
@einkorn @Ascendor Ich fahre grundsätzlich mit Fahrradhelm. Und ich fordere trotzdem keine Helmpflicht. Weil ich weiß, dass der Helm mich vor der Mehrheit der regelmäßigen Gefährdung nicht schützen kann.
Wirksamer wäre kurzfristig, dass Gefährdungen und Verletzungen der StVO konsequent und durchgängig geahndet würde; dass das “ist doch nicht so schlimm” und “ist doch nichts passiert” endlich aufhören.
Bei jeder Gefährdung von Fahrradfahrern, die mir spontan einfallen, kann es im Anschluss zu einem Sturz kommen, also einer Gefährdung des Schädels. Deswegen kann ich echt nicht verstehen, warum sich Leute so vehement gegen Helme währen, wenn die Prävention so einfach ist.
@einkorn @Ascendor
Ist mir egal, ob du das blöd findest, aber der schnellste und einfachste Weg zur Unfall-*Vermeidung* ist die Geschwindigkeitsreduktion.
Helmpflicht-Diskussionen sind Opfer-Täter-Umkehr
@einkorn @Ascendor helmpflicht - so ein schmarrn.
her damit:
- lebenswerte Straßen (aka Tempolimits und Umverteilung von öffentlichem Raum). Nebeneffekte bessere Gesundheit (= enorme Einsparung von Kosten)
- beweisvideo (dashcam) und Kennzeichen hochladen. Zum Beispiel von 20cm-Überholmanöver) > Höhere Versicherungsprämie für die karre, weil von dieser ein höheres Risiko ausgeht.
Ach mir würden noch andere Dinge einfallen…
#helmpflicht #verkehrswende #rücksichtimstrassenverkehr #SicherheitimStraßenverkehr
@einkorn
Also Helmpflicht für alle Verkehrsteilnehmer (Autoinsassen, Radfahrende und zu Fuß gehende).
Langsamer fahrende KFZ verursachen übrigens weniger schwere Verletzungen. #Tempo30
@Ascendor
Ich bin mir nicht sicher, wie dir langsamerer Verkehr hilft, wenn du selbst vom Rad fällst. Bitte werfe den ersten Stein, wenn dir das noch nicht passiert ist.
Die schwerste Kopfverletzung mit der ich (als Ersthelfer) zu tun hatte, war eine schwer verletzte Autofahrerin. Dort hätte weniger Tempo definitiv geholfen.
Da ich überwiegend Radfahrende mit Helm kenne, sind alle Unfälle für den Kopf alle glimpflich ausgegangen. Trotzdem lehne ich persönlich eine Pflicht ab. Ich empfehle das Tragen trotzdem jeder Person mit Fahrrad.
@einkorn
Nö, Tempo 30 innerstädtisch ist der schnellste Weg nicht nur Schädelverletzungen sondern generell schwere Verletzungen im Straßenverkehr zu verhindern.
@montag
@einkorn
Beim Blick über den Tellerrand fällt mir
Helsinki ein:
#visionzero
https://feddit.org/comment/11268546
Für eine Helmpflicht müssten ja auch Gesetze und Verordnungen geändert werden. Und Klagen dagegen würde es vermutlich auch geben. Dann kann man auch gleich sinnvolle Gesetze erlassen.
@einkorn @Ascendor
Dürfte ich hier mal dezent an den §1 der StVO erinnern? 🤨
Auch(!) KraftfahrerInnen haben sich demnach so zu verhalten das sie Unfälle, mit wem auch immer, vermeiden können. Übrigens unabhängig davon ob oder was andere als “Schutzmaßnahmen” getroffen haben.
Es wäre demnach auch in deren(/unserem) Sinne z.B. sicherere Radwege zu fordern.
Und ja, es ist tatsächlich möglich auch bei erlaubten 50km/h langsamer zu fahren.🙄
Dürfte ich dezent darauf hinweisen, dass ich nirgendswo fordere, dass sich Kraftfahrer aufführen dürfen wie die Axt im Wald?
Und dürfte ich desweiteren darauf hinweisen, dass es durchaus möglich ist beides zu fordern?
@einkorn
Ersteres habe ich nicht behauptet.
Und natürlich geht beides zu fordern. Warum auch nicht?
Du meinst mich erinnern zu müssen, dass Autos nicht alles dürfen, als ob ich das nicht wüsste.
Die Formulierung “Es wäre unserem Sinne zu fordern…”, als ob ich das nicht auch tun würde.
Das ist so der Tenor der hier die ganze Zeit kommt, obwohl meine einzige Forderung nach einer >>zusätzlichen<< Maßnahme ist.
@einkorn Weißt du, was besser ist als die Verhinderung von Schädelverletzungen?
Die Verhinderung von Unfällen, die zu Schädelverletzungen führen. Und dagegen hilft eine Helmpflicht gar nichts.
@Ascendor
@quino_schuetz @einkorn @Ascendor Ich brauche keinen Helm, da ich täglich durch vorausschauendes Fahren etwa 4 Unfälle verhindere.*
#helmpflicht
#TäterOpferUmkehr
* bei diesen verhinderten Unfällen würde der Helm meist auch nichr helfen. Ein Fahrradhelm kann bei leichten Stürzen (z.B. Wegrutschen auf nassem Laub) hilfreich sein. Bei Kollission mit 50- 60 Kmh schnellen 1-2 Tonnern hilft er i.d.R. nicht).**
Ich trage übrigens einen Helm.
Oh, zum Xten mal das Argument “Es ist nicht perfekt, also lassen wir es gleich sein” in dieser Diskussion. Gibts auch noch andere?
@einkorn Ich erkläre dir gern zum x-ten Mal, dass Fahrradfahren an sich nicht gefährlich ist. Selbst ein Fahrradhelmhersteller räumt ein, dass Helme, wo sie helfen würden, grundsätzlich nichts nützen, und dort, wo sie was nützen würden, nicht helfen.
Die Notaufnahmen sehen aber nicht die ereignislosen Fahrradfahrten, sondern nur die, die schiefgehen, und unterliegen damit einem umgekehrten “survivorship bias”.
Stimmt, bis zu dem Zeitpunkt an dem es einen Unfall gibt. Egal ob unverschuldet oder nicht.
Die Aussage ist mir ein bisschen zu heftig ohne Quellenangabe. Vor allem unter einem Artikel in dem ein Gericht zu dem Schluss gekommen ist, das es für Verletzungen, die durch das Tragen eines Helmes vermieden werden können, keinen Schadensanspruch gibt. Das hätte die Verteidigung des Klägers doch sicherlich ins Feld geführt.
Den Punkt musst du bitte nochmal erläutern. Ich verstehe ihn in diesem Kontext gerade nicht. Und ja, ich kenne das Beispiel der Flugzeuge, die an den falschen Stellen gepanzert wurden.
@einkorn Ganz schnell die Quelle: https://www.forbes.com/sites/carltonreid/2020/07/10/bicycle-helmets-not-designed-for-impacts-from-cars-stresses-leading-maker-giro/
Auf den Rest gehe ich später ein.
Muss ich verstehen, warum du meinst, dass dieser Artikel meinen Standpunkt widerlegt? Der unterstreicht doch genau, was ich sage:
Der einfachste und schnellste Weg, um Schädelverletzungen zu verhindern ist einen Helm aufzusetzen. Das kann jede Person sofort tun, wenn sie aufs Fahrrad steigt. Wer noch nie ohne fremdes Zutun vom Fahrrad gefallen ist, werfe den ersten Stein.
Dass der Helm nicht hilft, wenn ich von einem Auto überfahren werde, ist doch vollkommen klar und das habe ich auch nie behauptet, im Gegensatz zu dem, was mir hier alle zu unterstellen scheinen. Den Helm zu tragen, ist Teil des Konzepts “Sicher Radfahren”. Genauso wie der Gurt im Auto Teil des Konzept “sicheres Autofahren” ist, obwohl er dich nicht in jeder Situation retten kann.
@einkorn @Ascendor vor allem bei Autofahrer:innen und allen Insassen!
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Unnötiger ad hominem. Bin auch Fahrradfahrer, gegen Helmpflicht, hab nicht mal einen Helm. In meinem Profil steht absolut gar nichts. Gibt Leute für die ist das Fahrrad einfach nur Transportmittel und nicht Teil der Identität.
@zaphod Ja genau. Und das ist mir eben aufgefallen, dass Leute, für die das Fahrrad nicht so sehr Teil der Identität ist, offenbar eher zur Helmpflicht neigen. Eine Beobachtung, die ich interessant finde und die überhaupt nichts mit ad hominem zu tun hat. Es könnte aber sein, dass Leute, für die das Fahrrad Teil der Identität ist, sich mit der Materie besser auskennen als Leute, die wir in der Bubble als #auchradfahrer bezeichnen. Ich bin zB #auchlinuxnutzer, und hab deshalb weniger Ahnung +
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Ich hoffe du meinst das nicht ernst.
@zaphod Okay, danke. Jetzt wissen wir wenigsten wer hier der Troll ist.
@Labonitamascota
Ablenkung von Schuldhaft verursachten Radunfällrn durch Kraftfahrer.
Jeder Post zum Helm ist einer weniger zu Überholabstand, Abbiegeverstoß, witterungsangepasster Geschwindigkeit usw.
@einkorn @Ascendor
Nettes Ad hominem, aber ich füttere mal den Troll:
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Und hier gehen wir wieder: Der nächste Whataboutism.
Meine Aussage ist, dass Helme Kopfverletzungen beim Radfahren reduzieren. Nicht mehr und nicht weniger. Egal, ob du umgefahren wirst oder von alleine vom Rad fällst.
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Da bist du leider nicht die einzige Person.
Der Artikel, der die ganze Debatte angestoßen hat dreht sich explizit um Verletzungen, die durch einen Helm hätten verhindert werden können.
Zwischen Fußgängern und Autos gibt es bereits standardmäßig getrennte Infrastruktur. Von wenigen Ausnahmen abgesehen hat jede Straße innerorts, wo die absolute Mehrheit der Fußgänger unterwegs ist, einen Bürgersteig. Es gibt
ZebrastreifenFußgängerüberwege, Unter- und Überführungen …Kurzgesagt: Für Fußgänger gibt es die Art von dedizierter Infrastruktur, die die Teilnahme am Verkehr sicher(er) machen. Klar, es gibt immer Luft nach oben, aber wenn wir uns auf einer beliebigen großen innerstättischen Kreuzung in Deutschland umschauen, ist es extrem wahrscheinlich auf Infrastruktur zu treffen, die gebaut wurde um Autos und Fußgänger zu trennen.
Fahrräder sind dahingehend “komisch”, dass sie auf der einen Seite sich formal den Raum mit den Autos teilen, wenn es keine dedizierte Infrastruktur gibt, aber andererseits bis auf eine Röhre Stahl o.Ä., die als Knautschzone wirkt, wenig mehr Schutzfunktionen haben als ein Fußgänger. Daher erscheint es mir sinnvoll auf Fahrrädern ein Mindestmaß an Schutz vorzuschreiben, der anders als bei Autos, eben nicht fest verbaut ist.
Hätten wir eine so gut ausgebaute Fahrradinfrastruktur wie die Niederlande, die Autos und Fahrräder genauso trennt wie Autos und Fußgänger, könnte ich mich auch damit abfinden, dass Leute bewusst auf Schutz verzichten, wenn sie diese nutzen. Ganz ehrlich? Ich denke ich würde sogar in den Niederlanden mit Helm fahren. Zumindest so lange bis ich mich an die neue Umgebung gewöhnt hätte. Ich habe hier in Deutschland und sogar in Freiburg, der angeblich fahrradfreundlichsten Stadt Deutschlands zu viele knappe Situationen erlebt, als dass ich direkt darauf verzichten möchte.
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