IMO | Wie kommen Leute die die Apps von Supermärkten und Discountern nutzen auf die Idee das sie Rabatte bekommen?
Nein mal im Ernst. Rabatt bedeutet ich bekomme etwas ohne Gegenleistung auf Grund von Kulanz, einer Aktion oder so. Aber bei den Apps bekomme ich es eben nicht ohne Gegenleistung, sondern nur im Tausch für meinen Daten. Und das sollten die verschiedenen Anbieter in meinen Augen auch klar so kommunizieren müssen.
Genauso wie sie imho dazu gezwungen werden sollten öffentlich und in den Apps klar und offen zu kommunizieren welche Daten alles erfasst werden und wofür diese Daten verwendet werden.
#IMO #Supermärkte #Discounter #Apps #Rabatt #Daten #Überwachung @dach
@sascha Was zählt ist, daß die Leute weniger Geld für die gleichen Artikel ausgeben müssen. Das merken sie unmittelbar. Den Abfluß der Daten bemerken sie höchstens indirekt.
Und doch, sie wissen, daß die Daten gesammelt werden. Wegen der Differenz zwischen Mittelbarkeit und Unmittelbarkeit nehmen sie das aber nicht so ernst bzw. ignorieren es. Sie merken ja meist nicht, was damit passiert. Erst recht nicht im Geldbeutel.
@sascha Das mit der Datensammelei ist mir nicht klar. Sie können also der Emailadresse foo@bar.com Einkäufe zuordnen, Eventuell haben sie noch die Adresse. Dann können sie dort ihre Papierwerbung einkippen, die ohnhin eingekippt wird.
Was ist nun daran so gefährlich für mich?Die können sehen welche Produkte du zu welcher Zeit an welchem Ort kaufst. Anonymisiert und aggregiert ist das für diverse Werbefirmen super interessant.
@FleetingTit wer kein google, amazon, facebook und wie sie alle heissen nutzt ist schon mal gut beraten.
ein gut eingestellter browser funktioniert besser beim einkaufen als eine app.
wo der browser nicht funktioniert kaufe ich auch nicht.
so einfach ist das.
daten sammeln ist das eine, sie nicht gegen mich verwenden zu können das andere.@FleetingTit Verstehe ich immer noch nicht. Selbst wenn sie meine physische und die Email-Adresse rausgeben: Jedenfalls ich habe einen funktionierenden Werbefilter, bei Email machen das SpamAssassin und Sieve, bei Post $BRAIN, wobei ich bis auf die übliche wöchentliche Kleinanzeigenzeitung mit lokalen Prospekten eigentlich gar keine Postwerbung bekomme, ist wohl zu teuer.
Es geht nicht um dich persönlich, nicht um deine E-Mail Adresse, deinen Namen, oder deine Einkäufe. Einzelne Datensätze sind quasi wertlos, voe allem weil die ohne deine Einwilligung nucht weiter gegeben werden dürfen.
Spannend wird es, wenn sich jemand das kummulierte Verhalten von Millionen Kunden über mehrere Jahre hinweg an unterschiedlichen Standorten anschauen kann. Und je mehr Meta-Informationen dabei sind desto wertvoller ist der gesamte Datenbestand.
@FleetingTit Welche Informationen fließen denn aus diesen Apps ab? Außer was der Kunde wann wo gekauft hat?
Und wenn nun Big Brother all diese Informationen hat, was macht er dann damit?
Was ist nun daran so gefährlich für mich?
Man kann davon ausgehen, dass alle Daten, die dir zugeordnet werden können, früher oder später verknüpft werden - ob legal oder nicht.
Und das ermöglicht eine überaus umfassende Kontrolle und Abbruch der Privatsphöre.
Beispiel: Wenn z.B. Rewe speichert, dass Herr Bauer am 28.9 nach der Arbeit eine Packung Zartbitterschokolade gekauft hat, klingt das belanglos.
Aber schauen wir uns das doch mal im Kontext mit anderen Daten an:
- Herr Bauer, 45, hat auch noch einen Strauss Rosen gekauft
- Herrn Bauers Frau kauft nie Zartbitterschokolade, anscheinend mag sie die nicht
- ausserdem sagen die Google Trackingdaten, dass Frau Bauer auf Dienstreise ist
- und dass Herr Bauer an dem Abend in der Wohnung von Frau Blumke übernachtet. Die ist Chefsekretärin bei Krauss & Maffiei, wo Herr Bauer arbeitet
- ach ja und Herr Bauer hat vorher noch eine Packung Kondome bei dm gekauft, zwischen der Arbeit und Frau Blumkes Wohnung
Findest Du immer noch, die Daten sind nicht relevant? Nichts zu verbergen? Was, wenn Herr Bauer im Gemeinderat Dinge mit entscheidet, die dich betreffen?
Herr Bauer, 45, hat auch noch einen Strauss Rosen gekauft
Das macht Herr Sokoll zu selten, aber ab und an.
Herrn Bauers Frau kauft nie Zartbitterschokolade, anscheinend mag sie die nicht
Herr und Frau Sokoll verwenden bei Kaufland denselben Account und sind also nicht unterscheidbar
ausserdem sagen die Google Trackingdaten, dass Frau Bauer auf Dienstreise ist
Frau Sokoll wird allein von O2 getrackt und von Herrn Sokoll (owntracks.org/booklet/)
Entgegen weitläufigem Irrtum gibt es keine Verpflichtung, Google seine Standortdaten zu geben.und dass Herr Bauer an dem Abend in der Wohnung von Frau Blumke übernachtet.
Woher will Kaufland das wissen?
ach ja und Herr Bauer hat vorher noch eine Packung Kondome bei dm gekauft,
Und Du meinst wirklich, Kaufland und dm und Google petzen alle die Daten von Frau und Herrn Sokoll (die sie gar nicht haben) an eine gemeinsame Stelle? Also: Du glaubst das wirklich?
@HaraldvonBlauzahn @dach wenn herr bauer seinen druck bei frau blumke abgebaut hat ist er sehr entspannt und lässt 5e grade sein.
des deutschen grösster feind ist sein negatives denken.
@sascha Es geht ja längst nicht nur um Werbung: netzpolitik.org/2026/adint-ueb…
Umso einfacher, wenn Menschen ihre Daten direkt mit rausgeben, dann hat man gleich alles beisammen. Und nein, ich glaube nicht, daß das zwei verschiedene Dinge sind, denn am Ende ist ja das Ziel, so viel wie möglich an Daten zusammenzuführen.
@atarifrosch @sascha Verstehe ich immer noch nicht. Da geht es um Standortdaten. Ich kaufe bei Kaufland ein, benutze die App aber nur beim Entriegeln dieses Selbstscanners. Dann sieht also Kaufland, daß ich bei Kaufland einkaufe. Das ist mir verkraftbar 😀


