Mit Überschussproduktion aus Sonne und Wind kann man zwei Sachen machen: Im Raum verteilen oder in der Zeit verteilen. (oder einfach gar nicht nutzen)
Im Raum verteilen bedeutet durch Übertragungsnetze an andere Standorte schicken. Beispiel: Strom wird in Norddeutschland erzeugt, wird nach Frankreich exportiert.
In der Zeit verteilen bedeutet für einen späteren Zeitpunkt speichern. Hier gibt es drei Möglichkeiten: Batterien, Wasserkraftwerke (Pumpkraftwerke), synthetisches Gas (Wasserstoff, synthetisches Methanol, …).
In der Praxis ist es nur eine Frage davon welche Verteilung der genannten Möglichkeiten die wirtschaftlich billigste ist. Der Energiemarkt regelt.
synthetisches Gas (Wasserstoff, synthetisches Methanol, …).
Das leider nicht so einfach - in allen Fällen ist hier ja ein Elektrolyseur der erste Schritt. Und DIE hassen variable Leistungen, die als Überschuss anfallen. Die brauchen VOLLLAST, um arbeiten zu können. Das ist auch der Grund, warum für genau diese Anlagen dedizierte Windkraftanlagen gebaut werden.
ich bin hier jetzt nicht DER Experte (ein Bekannter von mir arbeitet in einer dieser Anlagen und könnte hier sehr ausführlich alles erklären), daher nur kurz:
Temperaturstabilität - die Dinger haben ein fixes Thermofenster, in dem sie gehalten werden müssen. Kostet einen guten Teil Energie. Aber wenn die Energie knapp wird, kühlt alles ab…und der Hochlauf ist halt träge
Separation der Gase - das geht nur, wenn eine gewisse Mindestlast anliegt. Fehlt die, mischen die sich wieder…
das Wesentlichste aber: Wirtschaftlichkeit. Solche Großelektrolyseure sind TEUER. Damit die sich rechnen, brauchen sie etwas um die 300 Volllasttage im Jahr, damit sie sich überhaupt rechnen. Ist man drunter, zahlt man drauf…
also ich vermute mal dass das falsch ist. ich will hier nicht streiten aber
Temperaturstabilität sehe ich ein. Es gibt zwar auch Niedrigtemperaturelektrolyseure die bei Raumtemperatur arbeiten und dabei kaum weniger effizient sind als Hochtemperaturelektrolyseure, aber lassen wir das mal beiseite.
Die Hochlaufzeit liegt realistischerweise im Bereich von maximal 15 Minuten. Von welchen Temperaturen reden wir hier? 200°C? Wie lange braucht dein Backofen um warm zu werden?
Separation der Gase - das geht nur, wenn eine gewisse Mindestlast anliegt. Fehlt die, mischen die sich wieder
Ja eh, Volllast ist wichtig, aber nur für den einzelnen Elektrolyseur. Wenn du jetzt eine Großanlage hast wo 20 von den Dingern stehen, dann kannst du 2 auf Volllast laufen lassen und die anderen 18 abschalten, dann hast du 10% Gesamtlast.
das Wesentlichste aber: Wirtschaftlichkeit.
Und das hier ist der wichtigste Punkt. Aus gesicherter Quelle weiß ich, dass Elektrolyseure in der Vergangenheit nur darum teuer waren, weil man versucht hat Opex zu minimieren indem man höheres Capex hinnimmt, d.h. teurere Anlagen baut damit die möglichst wenig Strom verbrauchen. Könnte man aber auch ganz anders machen, sprich sehr sehr billige Anlagen (habe daheim einen 6W-Forschungs-Elektrolyseur um insgesamt 2€ Materialkosten gebaut, mit Material aus dem Supermarkt. Edelstahl aus Stahlwolle und Plastikschachtel aus Kekspackung. Ginge wahrscheinlich auch noch billiger) Dann kann ein findiger Mathematiker die Dinger auch lohnend machen wenn sie maximal 2 Wochen im Jahr laufen.
kleine Vorsicht: Verwechsle nicht den kleinen Kosmos-Bastelbaukasten, den einige von uns in ihrer Kindheit vielleicht hatten, mit Großelektrolyseuren. Das ist ein himmelweiter Unterschied und sowohl vom monetären Aufwand für Material, Personal und Co. eine KOMPLETT andere Welt.
Ich betone zwar auch, dass ich selbst da absolut kein Experte bin und kann nur berichten, wie teuer allein die Osmoseanlage ist, um wirklich REINES Wasser für die Elektrolyse zu bekommen (und wie oft die Membranen gegengespült bzw. ausgetauscht werden müssen). Das ist DEUTLICH komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt. Da hängt VIEL mehr dran - und genau deswegen macht es, in diesem beschriebenen Szenario, wirklich keinen Sinn. Hier würd ich einfach mal aufs Wort der Experten vertrauen.
Mit Überschussproduktion aus Sonne und Wind kann man zwei Sachen machen: Im Raum verteilen oder in der Zeit verteilen. (oder einfach gar nicht nutzen)
In der Praxis ist es nur eine Frage davon welche Verteilung der genannten Möglichkeiten die wirtschaftlich billigste ist. Der Energiemarkt regelt.
Das leider nicht so einfach - in allen Fällen ist hier ja ein Elektrolyseur der erste Schritt. Und DIE hassen variable Leistungen, die als Überschuss anfallen. Die brauchen VOLLLAST, um arbeiten zu können. Das ist auch der Grund, warum für genau diese Anlagen dedizierte Windkraftanlagen gebaut werden.
Warum?
ich bin hier jetzt nicht DER Experte (ein Bekannter von mir arbeitet in einer dieser Anlagen und könnte hier sehr ausführlich alles erklären), daher nur kurz:
das Wesentlichste aber: Wirtschaftlichkeit. Solche Großelektrolyseure sind TEUER. Damit die sich rechnen, brauchen sie etwas um die 300 Volllasttage im Jahr, damit sie sich überhaupt rechnen. Ist man drunter, zahlt man drauf…
also ich vermute mal dass das falsch ist. ich will hier nicht streiten aber
Temperaturstabilität sehe ich ein. Es gibt zwar auch Niedrigtemperaturelektrolyseure die bei Raumtemperatur arbeiten und dabei kaum weniger effizient sind als Hochtemperaturelektrolyseure, aber lassen wir das mal beiseite.
Die Hochlaufzeit liegt realistischerweise im Bereich von maximal 15 Minuten. Von welchen Temperaturen reden wir hier? 200°C? Wie lange braucht dein Backofen um warm zu werden?
Ja eh, Volllast ist wichtig, aber nur für den einzelnen Elektrolyseur. Wenn du jetzt eine Großanlage hast wo 20 von den Dingern stehen, dann kannst du 2 auf Volllast laufen lassen und die anderen 18 abschalten, dann hast du 10% Gesamtlast.
Und das hier ist der wichtigste Punkt. Aus gesicherter Quelle weiß ich, dass Elektrolyseure in der Vergangenheit nur darum teuer waren, weil man versucht hat Opex zu minimieren indem man höheres Capex hinnimmt, d.h. teurere Anlagen baut damit die möglichst wenig Strom verbrauchen. Könnte man aber auch ganz anders machen, sprich sehr sehr billige Anlagen (habe daheim einen 6W-Forschungs-Elektrolyseur um insgesamt 2€ Materialkosten gebaut, mit Material aus dem Supermarkt. Edelstahl aus Stahlwolle und Plastikschachtel aus Kekspackung. Ginge wahrscheinlich auch noch billiger) Dann kann ein findiger Mathematiker die Dinger auch lohnend machen wenn sie maximal 2 Wochen im Jahr laufen.
kleine Vorsicht: Verwechsle nicht den kleinen Kosmos-Bastelbaukasten, den einige von uns in ihrer Kindheit vielleicht hatten, mit Großelektrolyseuren. Das ist ein himmelweiter Unterschied und sowohl vom monetären Aufwand für Material, Personal und Co. eine KOMPLETT andere Welt.
Ich betone zwar auch, dass ich selbst da absolut kein Experte bin und kann nur berichten, wie teuer allein die Osmoseanlage ist, um wirklich REINES Wasser für die Elektrolyse zu bekommen (und wie oft die Membranen gegengespült bzw. ausgetauscht werden müssen). Das ist DEUTLICH komplexer, als es auf den ersten Blick wirkt. Da hängt VIEL mehr dran - und genau deswegen macht es, in diesem beschriebenen Szenario, wirklich keinen Sinn. Hier würd ich einfach mal aufs Wort der Experten vertrauen.